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Konrad Max Kunz Tage 2010

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Konrax Max Kunz
Seine Jugendjahre

Max Kunz BildKonrad Maximilian Kunz wurde am 29. April 1812 geboren. Seine Wiege stand im Blasturm. Mit weltlichen Gütern waren seine Eltern nicht gesegnet, um so mehr waren sie bedacht, Talente zu fördern, wenn sie offenbar wurden. So wurde der Vater der Musiklehrer seines Sohnes schon in seiner frühesten Jugendzeit. Bei ihm lernte er die Anfangsgründe der Instrumenten- und Musikkunde, die Liebe zur Musik, die sein Leben erfüllen sollte.

In der Latein-Vorbereitungsschule in Schwandorf lernte er die Anfangsgründe der lateinischen Sprache, und damals mag im Umgang mit seinem Lehrer der Gedanke wachgeworden sein, einmal die Universität zu besuchen. Wegen seiner außergewöhnlichen Begabung wurde er als Stipendiat in das Seminar beim Gymnasium in Amberg aufgenommen, besuchte auch das dortige Lyzeum und war damals schon besoldeter Organist in der Studienkirche bei den Maltesern. Dieser Schule verdankte er seine humanistische Bildung, die er im Philosophenjahr an der Universität in München abrundete.

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Der Beginn seiner Karriere

Ursprünglich wollte er Mediziner werden, im Jahre 1835 wird er noch als Kandidat der Rechtswissenschaft geführt. Seinen Lebensunterhalt gewann er durch Stundengeben, und 1837 wird er bereits Klavierlehrer genannt. Sein musikalisches Talent kam zum Durchbruch, er verzichtete auf ein weiteres Universitätsstudium und wurde Kompositionsschüler bei Hofkapellmeister Hartmann Stuntz.Bald wuchs er in die Bewegung der Gesangvereine hinein, wurde zunächst Dirigent eines Gesangvereins "Neu-England", dann Mitbegründer der "Liedertafel", in der er Beethoven und ältere Komponisten in München popularisierte und dadurch die Aufmerksamkeit des einflußreichen Hofkapellmeisters Franz Lachner auf sich lenkte.

Mit der Berufung des Freiherrn August von Frays zum Intendanten der kgl. Oper in München begann auch auf musikalischem Gebiet seit dem Jahre 1844 ein Frühlingswehen. Die schwierige Lage des Opernchores charakterisierte der Intendant selbst: "Es haben sich Anstände bezüglich der Leitung des Opernchores ergeben. Der bisherige Hofmusikus ... ist dieser Aufgabe nicht mehr gewachsen. Der Leiter der Bühnenmusik ... ist dem Intendanten während seiner bisherigen Leitung noch nicht zu Gesicht gekommen." So mußte denn Frays die Leitung des Chores notgedrungen selbst übernehmen, bis er ein geeignetes musikalisches Talent entdeckte. Der damalige Hofkapellmeister Franz Lachner hatte einen guten Blick, als er für den Posten des Chordirektors einen bisher weniger bekannten Musiklehrer, den Dirigenten der Münchener Liedertafel, Konrad Max Kunz, vorschlug.

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Chordirigent der kgl. Oper in München

Am 1. Juli 1845 wurde Kunz als Chordirigent der kgl. Oper in München bestellt, mit dem Auftrag "alle Bühnenmusik einzustudieren und zu dirigieren". Mozarts "Idomeneo" mit seinen prachtvollen, zum Teil nicht leichten Chören, war sein erster Erfolg auf der großen Bühne. Zu seiner Zeit "schwang sich der Münchener Theaterchor zu einem der vorzüglichsten in ganz Deutschland auf", so wertete Max Zenger, zeitgenössischer Komponist und Musikkritiker der Süddeutschen Zeitung, die künstlerische Leistung des Chordirektors.

Daß einem Menschen Sorgen nicht erspart bleiben, das mußte auch Kunz erfahren. Im Jahre 1852 erhielt er nicht die freigewordene zweite Musikdirektorstelle, er fiel Hofintrigen zum Opfer, so kam es, "daß mit Konrad Max Kunz ein Berufener ungerecht übergangen wurde". Doch Kunz ließ sich nicht verdrießen. Vielleicht hat ihm sein Junggesellenleben die Kraft gegeben, solche Fehlschläge schnell zu überwinden. Er erntete weiter Lorbeeren als "wackerer Dirigent" und verblieb in seiner alten Dienststellung als Chordirektor.

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Stationen seiner Karriere

Max Kunz Büste1Er dirigierte beim Sängerfest Freising im Jahre 1844, er dirigierte auch während des dreitägigen Sängerfestes zu Regensburg im Jahre 1847, doch es war ihm nicht vergönnt, am großen Sängertreffen in Schwandorf 1860 teilzunehmen. Seine "dienstliche Verhinderung" verstehen wir heute, wenn wir an die damalige Intrigenzeit in München denken. In seiner Hand lag auch die musikalische Leitung der für König Ludwig I. veranstalteten Totenfeier im Jahre 1868, die von der Künstlerschaft und den Sängervereinen als Sprachrohr des sich etablierenden Bürgertums getragen wurde.

Seine Lithographie, die auf Dreseli zurückgeht und wohl nach dem Sängerfest in Freising 1844 entstanden ist, wurde in der verwandten Familie Metz in Schwandorf in Ehren gehalten. Ein Stück dieser Lithographie befindet sich heute in der Chronik der Liedertafel Schwandorf.

Unter seinen zahlreichen Kompositionen sind es insbesondere seine "Hymne an Bertha", "Hymne an Odin", "In Friede und in Streit, ein Lied ist gut Geleit", Festspruch zum Sängerfest in Regensburg 1847, die ihm eine ehrenvolle Stelle unter den Komponisten gesichert haben. Die Vertonung des Volksliedes "Prinz Eugen, der edle Ritter" ist zum Eigentum des ganzen Volkes geworden. Elf Drucke seiner Kompositionen befinden sich im Notenarchiv des heutigen Sängerbundes 1861 Schwandorf.

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Bayern Hymne

In baierischen Landen ist Konrad Max Kunz bekannt geworden durch seine Bayern-Hymne "Gott mit dir, du Land der Bayern". Im alten Königreich Bayern wurde die Hymne "Heil unserm König, Heil!" gesungen, eine Nachbildung der Habsburger Kaiserhymne "Heil Kaiser Josef, Heil" mit der Melodie "God save the king!" Auf die Dauer befriedigte aber die Lösung nicht. Im Jahre 1858 suchte man nach einer eigenen bayerischen Hymne, doch ohne Erfolg; die drei eingesandten Entwürfe befriedigten nicht. Da stieß Kunz vor 1861 auf ein Lesebuch für Feiertagsschüler in Landschulen, das schon seit 1852 vom Lehrer Michael Öchsner herausgegeben wurde, und in diesem auf ein Gedicht Öchsners, das sich zur Vertonung eignete:

Gott mit dir, du Land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland! Ueber deinen weiten Gauen ruhe deine Segenshand! Er behüte deine Fluren, schirme deiner Städte Bau und erhalte dir die Farben seines Himmels weiß und blau!

Gott mit dir, dem Bayernvolke, daß wir, unserer Väter wert, fest in Eintracht und in Frieden bauen unseres Glückes Herd. Daß mit Deutschlands Bruderstämmen einig uns ein jeder schau und den alten Ruhm bewähre unser Banner weiß und blau.
Gott mit ihm, dem Bayernkönig! Segen über sein Geschlecht! Denn mit seinem Volk in Frieden wahrt er dessen heilig Recht. Gott mit ihm, dem Landesvater, Gott mit uns in jedem Gau! Gott mit dir, du Land der Bayern, unsre Heimat, weiß und blau!

Kunz komponierte, er ließ sein Lied "Für Bayern" drucken, und 1861 war das Notenblatt schon im Handel erhältlich. Die Melodie muß gefallen haben, und zur Feier des 44. Verfassungstages in der Westendhalle zu München dirigierte Kunz selbst am 26.5.1862 seine "Hymne" als Erstaufführung. Noch im selben Jahr erklang diese Hymne unter seinem Taktstock zur Einweihung der Propyläen. Kunzens Bayern-Hymne hatte sich zur Volkshymne emanzipiert, und am 26.7.1863 sang das Volk diese Hymne auf dem Max-Joseph-Platz vor dem König. Die monarchistische Zeit hielt aber an der Königshymne fest, doch die Volkshymne begleitete diese und überdauerte das Revolutionsjahr 1918.

Aktuelle Fassung seit 1980:

Gott mit dir, du Land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland! Ueber deinen weiten Gauen ruhe seine Segenshand! Er behüte deine Fluren, schirme deiner Städte Bau und erhalte dir die Farben seines Himmels weiß und blau!
Gott mit dir, dem Bayernvolke, daß wir, unserer Väter wert, fest in Eintracht und in Frieden bauen unseres Glückes Herd. Daß mit Deutschlands Bruderstämmen einig uns ein jeder schau und den alten Ruhm bewähre unser Banner weiß und blau.

 

 

 

 

 

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Werkverzeichnis

Zusammengestellt von Dr. Georg Klitta

Hymne an Berta

Ach Elslein!
Gedicht aus dem 16. Jahrhundert, Dichter unbekannt
In: Regensburger Liederkranz, Vlg. Coppenrath, Regensburg 1889, S. 45, Nr. 21
LO: Sängerbund 1861 Schwandorf, Notenarchiv

Hymne an Odin
Gedicht von Sölt
In: Liederbuch des Deutschen Sängerbundes. Leipzig 1921, Tenor, Band I/II, S. 102, Nr. 80
LO: Sängerbund 1861 Schwandorf, Notenarchiv

In Friede und in Streit, ein Lied ist gut Geleit,
Festspruch zum Sängerfest in Regensburg 1847

Ou, Knöd'l sind't scho!
Chorlied

Prinz Eugenius, der edle Ritter,
Heldenlied nach der in Leipzig 1719 aufgefundenen Melodie von C. F. Becker, bearbeitet für Männerchor und Militärmusik, aufgeführt beim Sängerfest in Regensburg
Vlg. B. Schott, Mainz, Verlagsnummer 9608
LO: Sängerbund 1861, Schwandorf, Notenarchiv Nr. 99

Für Bayern. Gott mit dir, du Land der Bayern.
Gedicht von Michael Öchsner.
Einstimmiger Chorgesang mit oder ohne Instrumental-Begleitung.
Vlg. Lentner (E. Stahl), München / 1861 /
LO: Sängerbund 1861, Schwandorf, Notenarchiv Nr. 127

Großes Deutschnationalpatriotisches Quodlibetfür Männerchor oder Doppelquartett ohne Begleitung. Preis- und Wettgesang der Schildburger Liedertafel aus dem Fastnachspiele "Das Sängerfest zu Schildburg" von Otto von Reichert.
Vlg. B. Schott, Mainz, Verlagsnummer 9891
LO: Sängerbund 1861, Schwandorf, Notenarchiv Nr. 98

Metzelsuppenlied, Opus 9
Gedicht von Ludwig Uhland
für vier Männerstimmen komponiert und dem Tondichter und Kapellmeister Dr. Friedrich Schneider in Dessau zugeeignet.
Vlg. B. Schott, Mainz, Verlagsnummer 10934
LO: Sängerbund 1861, Schwandorf, Notenarchiv o. Nr.

Hebe deine Schwinge, freies Lied empor! Opus 10
Festlied
Gedicht von E. Fentsch,
bearbeitet für den Männerchor mit Begleitung einer vollständigen Militärmusik
Vlg. B. Schott, Mainz, Verlagsnummer 9665
LO: Sängerbund 1861, Schwandorf, Notenarchiv o. Nr.

Er ist ein wackerer Kumpan
Trinkspruch
Dichter unbekannt
In: Liederbuch des deutschen Sängerbundes. Leipzig 1921, Partitur, Band III, S. 1118, Nr. 388
LO: Sängerbund 1861, Schwandorf, Notenarchiv o. Nr.

Nachtgruß, Opus 12
Gedicht von Joseph Freiherrn von Eichendorff
Für vierstimmigen Männerchor mit oder ohne Begleitung des Orchesters.
Vlg. Joseph Aibl, München
LO: Sängerbund 1861, Schwandorf, Notenarchiv o. Nr.

Ein König ist der Wein,
Gedicht von Franz von Kobell
Vlg. Breitkopf & Härtel, Leipzig
Abdruck: Regensburger Liederkranz, Neue Folge. Regensburg 1879, S. 140, Nr. 54
LO: Sängerbund 1861, Schwandorf, Notenarchiv

Wie, wenn? Wenn Euch im Herzen ein schöner Tag warm und sonnig blinkt.
Dichter unbekannt.
Vlg. Breitkopf & Härtel, Leipzig
Abdruck: Regensburger Liederkranz, Neue Folge. Regensburg 1879, S. 142, Nr. 55
LO: Sängerbund 1861, Schwandorf, Notenarchiv.

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Seine letzte Ruhestätte

Der Komponist der Bayern-Hymne "war kein Kind des Glücks, doch ein idealer Künstler, frei von aller Sucht ...". In die Musikgeschichte ging er ein als einer der Väter des deutschen Männergesanges.

Am 3. August 1875 nahm er in einem Münchener Krankenhaus Abschied von dieser Welt, und am 5. August 1875 fand er seine letzte Ruhestätte auf dem Südfriedhof in München. Er war einsam und ledig geblieben. Doch die Sangeswelt hatte ihn nicht vergessen. Der geschäftsführende Ausschuß des Bayerischen Sängerbundes hatte auf der 3. Bundesversammlung am 24. Oktober 1875 in Regensburg den Beschluß gefaßt, dem verstorbenen Altmeister Konrad Max Kunz ein würdiges Denkmal auf seinem Grab zu errichten, und forderte die 75 Bundesvereine auf, mit Spenden zu diesem Werk beizusteuern.

Die Schwandorfer Liedertafel war sofort bereit, auch einen Beitrag zu leisten. Am 2. April 1876 fand das Wohltätigkeitskonzert statt. Das Programm ist überliefert:

1. Teil
1. Kunz - Festlied - Männerchor mit Klavierbegleitung
2. Beethoven - Sonate - für Violine und Klavier
3. Kücken - Die Mädchen am Strande - Duett mit Klavierbegleitung
4. Kücken - Die jungen Musikanten - Männerchor
5. Merk - Potpourri - Cello mit Klavierbegleitung
6. Vortrag - Harmonium

2. Teil
1. C. Kunz - Ach, Elslein - Männerchor
2. Donizetti - Arie aus der "Regimentstochter" - Sopran mit Klavierbegleitung
3. Mendelssohn - Liebe und Wein - Männerchor
4. Bellini - aus der Oper "Die Puritaner" - Duett
5. Rheinberger - Mailied - Männerchor
6. Mozart - Finale des 1. Aktes der Oper "Don Juan" - Männerchor

Als Jugendfreund des Meisters wirkte bei diesem Konzert Cellist Rabl, Gutsbesitzer von Fronberg, mit. Der Reinertrag des Konzerts von 160 M wurde dem Bayerischen Sängerbund zur Verfügung gestellt. Damit hatte allein Schwandorf ein Zehntel der Gesamtsumme des Denkmals aufgebracht.

Rudolph Schwanthaler fertigte aus Carrara-Marmor eine Büste des Meisters an, und am 27. Oktober 1878 wurde das Denkmal auf dem Grabe enthüllt. Die Schwandorfer Liedertafel entstandte zu dieser Feier eine Abordnung mit der Vereinsfahne und einem Lorbeerkranz unter Leitung des Vereinssekretärs Aschenbrenner.

Doch dann wurde es in der Öffentlichkeit still um den Meister, in Schwandorf dagegen blieb sein Andenken immer wach, eben weil seine Persönlichkeit in die Chronik eingegangen ist.

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Würdigung

Max Kunz Bronze1962 feierte der Sängerbund 1861 sein Andenken in der damaligen Hundertjahr-Festrede, und 1975 mobilisierte die Presse die öffentliche Meinung, auch der Bayern-Funk schaltete sich ein und gewann sogar den Bayer. Ministerpräsidenten Goppel zu einer Ansprache, die auch in der Presse veröffentlicht wurde.

Worte des Bayer. Ministerpräsidenten Goppel:

Meine lieben Zuhörerinnen und Zuhörer!
Am letzten Sonntag, am 3. August, jährte sich zum 100. Male, daß Konrad Max Kunz, der Komponist der Bayernhymne, gestorben ist. Ein Mann aus der Oberpfalz, und da bin ich als Oberpfälzer fast ein wenig stolz, daß es sich um einen Schwandorfer handelt und daß damit die Oberpfalz wieder ihre Musikalität auch in dieser Weise kundgetan hat. Das Lied, das er komponiert hat, hat einen langen Weg gemacht, aber in unseren Tagen auch einen erfolgreichen, und es ist an Sie gekommen, nicht nur weil der Bayer. Rundfunk, wofür wir ihm sehr dankbar sind, das Lied jede Nacht zum Sendeschluß ertönen läßt, sondern weil auch sonst das Lied in unserem Volk bei allen Gelegenheiten und Möglichkeiten gesungen wird. Das ist der herzliche Ausdruck, der damals vom König Max eigentlich veranlaßt war, daß er dieses Lied haben wollte, der uns auch heute noch bewegt, nämlich die innige Bitte, daß unser Herrgott mit diesem Unterpfand mit Bayern sein möge.

Dabei habe ich eine Bitte, daß wir es nicht nur singen, sondern daß wir selber das Unsere dazutun, daß dieses Land erhalten bleibt und daß wir auch ein wenig an den denken, der mit einem schweren Schicksal eigentlich nicht sehr reich geworden, sterben mußte und nunmehr in einem fast unbekannten Grab, allerdings mit einer Büste von Schwanthaler, ruht.

Wir haben uns entschlossen, nunmehr dieses Grab alljährlich zum Todestag am 3. August über unsere staatliche Verwaltung der Schlösser, Gärten und Seen schmücken zu lassen, und ich glaube, daß es eine kleine Dankbarkeitsgeste diesem Manne gegenüber ist, und wir wünschen und hoffen, daß von da aus nicht nur das Gedenken ausgeht, sondern daß wir uns auch immer erinnern an Konrad Max Kunz.
1878 wurde Kunzens Grabstätte in München mit einem Denkmal künstlerischen und historischen Werts versehen. Hundert Jahre später, 1978, versah seine Heimatstadt Schwandorf sein Geburtshaus, den Blasturm, mit einer entsprechenden, künstlerisch gestalteten Bronzetafel, die ein Schwandorfer, Peter Mayer, für einen Schwandorfer, Konrad Max Kunz, gestaltet hat. Damals gestaltete wieder der Sängerbund 1861 als Nachfolgeorganisation der Liedertafel Schwandorf zusammen mit der Schwandorfer Jugendblaskapelle den musikalischen Teil der Feier. Ein Jahr danach, am 7. August 1979, wurden die sterblichen Überreste des Komponisten auf den städtischen Friedhof Schwandorf überführt. Eine Büste des Toten ziert sein Grab.

Kunst ist nicht jedermanns Sache. Die Welt der Töne erschließt sich nur dem, der willens ist, sie aufzunehmen. Der Nachlaß Kunzens wirkt bis in unsere Zeit hinein. Doch jede Generation muß sich ihren eigenen Standort selbst erringen.

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