Mit großem Bedauern hat sich die Stadt Schwandorf dafür entschieden, die Gedenkfeiern zum Volkstrauertag, verbunden mit dem Gedenken an die Opfer des Bombenangriffs auf Schwandorf im April vor 75 Jahren, abzusagen.

Das wieder hohe Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie und auch die landesweit geltenden verschärften Einschränkungen machen weder die geplante Gedächtnisfeier am Kriegerdenkmal in der Fichtlanlage, noch die weiteren Veranstaltungen an den Gedenkstätten in der Stadt und den Ortsteilen in der bisherigen Form möglich und vertretbar.

Aus der traditionellen Gedenkfeier der Stadt Schwandorf zum Volkstrauertag ist über die Jahrzehnte eine Gemeinschaftsveranstaltung hervorgegangen, die immer großen Zuspruch gefunden hat. Das Zusammenwirken verschiedener Vereine und Institutionen hat das Erinnern an das Geschehene, das Gedenken an die Opfer und deren Angehörige und die Mahnung zum Erhalt des Friedens auf unvergleichliche Weise hervorgehoben. 

Auch wenn in diesem Jahr keine öffentliche Veranstaltung stattfinden kann, so wolle man doch gedenken und sich erinnern. „Ich werde mit meinen beiden Stellvertreterinnen am Kriegerdenkmal in der Fichtlanlage am 15. November 2020 in aller Stille einen Kranz niederlegen, zur Erinnerung an das Geschehene, zum Gedenken an die Opfer und zur Mahnung für den Frieden.“, betont OB Andreas Feller.

Die Kränze an den übrigen Gedenkstätten werden durch das Friedhofspersonal beziehungsweise durch Mitarbeiter des Bauhofes niedergelegt. Zusätzlich werden Tafeln mit einem Gedenkwort des Oberbürgermeisters zum diesjährigen Volkstrauertag und zum Bombenabwurf auf die Stadt Schwandorf vor 75 Jahren an den einzelnen Ehrenmälern aufgestellt. So sollen alle Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Möglichkeit haben, an diesen Orten einzeln würdig zu gedenken.
Hier gehts zur Gedenkrede