Alfred Wolfsteiner prägte 36 Jahre lang die Entwicklung der Schwandorfer Stadtbibliothek. Darüber hinaus lag und liegt ihm die Schwandorfer Geschichte und deren Dokumentation am Herzen. Nun verabschiedet er sich zum 01.09.2020 in den Ruhestand. Bereits seit 01.08.2018 befindet sich Alfred Wolfsteiner in der Freizeitphase der Altersteilzeit und übergab 2018 die Leitung der Bibliothek in die Hände seiner Nachfolgerin Leonie Flachsmann.

Nach seinem Abitur 1975 und dem Grundwehrdienst studierte Alfred Wolfsteiner an der Bayerischen Beamtenfachhochschule, Abteilung Archiv- und Bibliothekswesen, in München. Seine erste Stelle trat er bei der Universitätsbibliothek in Regensburg an. Auf eigenen Wunsch schied er im November 1980 aus dem Staatsdienst aus, um die Leitung der Stadtbibliothek Bamberg und ab 01.10.1982 die im Jahr 1977 eröffnete Bibliothek der Stadt Schwandorf zu übernehmen. Die Schwandorfer Stadtbibliothek ließ ihn dann sein restliches Arbeitsleben nicht mehr los.
Alfred Wolfsteiner etablierte die Stadtbibliothek im kulturellen Angebot der Stadt als feste Größe. Eine maßgebliche Herausforderung zum laufenden Betrieb war die Umstellung auf EDV und die Anschaffung bzw. Vermittlung eines neuen Medienangebots (Videos, CDs, DVDs, E-Books, Streaming-Dient Freegal).
Unter Wolfsteiners Zeiten wurden auch verschiedene Baumaßnamen am Bibliotheksgebäude durchgeführt, ob das die Neugestaltung des Innenraums, die Einrichtung des Lesegartens, die Schaffung neuer Sozialräume oder der Einbau eines neuen Regalsystems waren.
Der Schwerpunkt seiner Arbeit war die Leseförderung von Kindern, der persönliche Kontakt zu den Leser*innen, den örtlichen Schulen und den Kultureinrichtungen der Stadt und der Nachbarorte.
Alfred Wolfsteiner war auch ein großer Netzwerker im Kulturbereich. So engagierte er sich u.a. 25 Jahre im Kulturellen Arbeitskreis der vhs, wirkte bei der Ausbildung von Gästeführern mit und organisierte Vorträge zur Stadtgeschichte. Insbesondere liegt ihm die Vermittlung der Schwandorfer Stadtgeschichte am Herzen. Neben dem Nachdruck wichtiger Quellenwerke und der Erarbeitung neuer Heimatbücher sticht hier besonders die Redaktion und Herausgabe der zweibändigen Stadtchronik „Schwandorf in Geschichte und Gegenwart“ hervor, die im Jahr 2001 erschien.