Wer sein Trinkwasser vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Vils-Naab-Gruppe bezieht, muss dafür seit dem 1. Januar 2018 mehr bezahlen. Die Verbrauchsgebühr stieg um zehn Cent von 1,21 Euro pro Kubikmeter Wasser auf nunmehr 1,31 Euro pro Kubikmeter Wasser. Zudem ändern sich die Grundgebühren für bestimmte Wasserzähler. Das hatte die Verbandsversammlung in der letzten Sitzung des vergangenen Jahres einstimmig so beschlossen.

Referatsleiter Stefan Graf von den Stadtwerken Burglengenfeld, die den Zweckverband zur Wasserversorgung der Vils-Naab-Gruppe verwalten, schilderte ausführlich die Gründe für die nötige Anpassung der Gebühren. Bei der Wasserversorgung handelt es sich um eine sogenannte kostenrechnende Einrichtung. Gemäß der gesetzlichen Bestimmungen bedeutet dies: Die Gebühren müssen so kalkuliert sein, dass alle finanziellen Aufwendungen, die für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit sauberem Trinkwasser nötig sind, mit den Einnahmen aus den Gebühren gedeckt werden können.

Diese Gebühren dürfen nach den rechtlichen Bestimmungen längstens für vier Jahre kalkuliert werden. Daher mussten die Stadtwerke im vergangenen Jahr eine neue Berechnung der Wassergebühren vornehmen. Ergebnis war, dass die Wassergebühren im Bereich der Vils-Naab-Gruppe zu erhöhen sind. Um einen hohen Anstieg der Verbrauchsgebühren abzufedern, hatten die Stadtwerke vorgeschlagen, die Erhöhung sowohl auf die Verbrauchsgebühren als auch auf die Grundgebühren zu verteilen.

Neue Gebührensätze gelten demnach seit dem 1. Januar 2018 für Wasserzähler mit Nenndurchfluss Qn 2,5 (jetzt 48,00 Euro, bislang 36,00 Euro), Qn 6 (jetzt 56,00 Euro, bislang 42,00 Euro) und Qn 10 (jetzt 64,00 Euro, bislang 48,00 Euro). Die Grundgebühren für Wasserzähler mit anderem Nenndurchfluss bleiben unverändert.

Einstimmig beschlossen hat die Verbandsversammlung die von den Stadtwerken erstellte Haushaltssatzung 2018 und den Wirtschaftsplan für das Jahr 2018. Der Löwenanteil der Investitionen des Zweckverbands entfällt mit 130.000 Euro auf die Erneuerung bzw. Umlegung von Leitungsstrecken. Für 8.000 Euro wird an den Hochbehältern gebaut, weitere 7.000 Euro entfallen auf die Erneuerung von Mobiliar.

Ebenfalls einstimmig endete die Beratung des Jahresabschlusses 2016 des Zweckverbandes. Der Leiter des Referats C/Buchhaltung der Stadtwerke Burglengenfeld, Alois Kolbeck, hatte den Abschluss erstellt und in der Sitzung die Zahlen auch vorgestellt. Die Prüfung des umfangreichen Zahlenwerkes war durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Bavaria Treu AG aus München erfolgt. Diese erteilte den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk, wodurch bestätigt wurde, dass die Stadtwerke bei der Buch- und Kassenführung sauber gearbeitet haben. Die Bestätigung umfasst auch die Aussage, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Vils-Naab-Gruppe geordnet ist. Der Zweckverband schloss das Wirtschaftsjahr 2016 mit einem Jahresüberschuss von 2.396,27 Euro ab. Dieser Betrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Folgerichtig erteilte die Verbandsversammlung dem Verbandsvorsitzenden, Schmidmühlens Bürgermeister Peter Braun, die Entlastung.

Wasserwart Josef Dirmeier berichtete schließlich, dass zwischen Mai und November 2017 zwölf Rohrbrüche zu beheben gewesen waren. Die Kosten dafür beliefen sich auf mehr als 30.000 Euro.

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Vils-Naab-Gruppe versorgt rund 2.300 Menschen in den Landkreisen Schwandorf, Regensburg und Amberg-Sulzbach mit Wasser.


Pressemitteilung der Stadtwerke Burglengenfeld vom 11.01.2018