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Schwandorf-Sokolov, früher Falkenau (Tschechien)

Am 17. April 2000 unterzeichneten die beiden Oberbürgermeister Hans Kraus und Dr. Karel Cernik in Sokolov (früher Falkenau) den Partnerschaftsvertrag. Dieses Datum wurde gewählt, da Sokolov, das im Bäderdreieck Karlsbad, Marienbad und Franzensbad liegt, genau wie Schwandorf am 17. April 1945 bombardiert wurde.
Das Fundament wurde durch die langjährige Patenschaft mit dem Heimatkreis Falkenau (seit 1959) gelegt, der maßgeblich an der Begründung der Partnerschaft mit der tschechischen Stadt Sokolov beteiligt war.
Die auf beiden Seiten gegründeten Partnerschaftskomitees bilden die Säulen der freundschaftlichen Beziehungen, die vom Gedanken der Völkerverständigung geprägt sind.
Vor allem auf sportlichem und kulturellem Gebiet finden regelmäßig gemeinsame Veranstaltungen und Wettkämpfe statt. Auch mit der Kreuzbergschule und Vertretern des Falkenauer Heimatverbandes wurden fruchtbare Kontakte geknüpft.

Euregio Egrensis fördert erneut ein Projekt der Stadt Schwandorf mit der Partnerstadt Sokolov

„Schul-, Kinder- und Jugendbegegnungen mit der Partnerstadt“, so der Projekttitel.

Seit Anfang 2019 ist die Stadt Schwandorf Mitglied in der Euregio Egrensis. Bereits zum zweiten Mal wurde ein Projekt durch Fördermittel der Europäischen Union unterstützt.
Über einem Zeitraum von einem Jahr wurden zahlreiche Treffen und Begegnungen zwischen Kindern und Jugendlichen aus Schwandorf und Sokolov organisiert. Durch die Schulpartnerschaften zwischen der 8. Grundschule in Sokolov mit der Mittelschule Kreuzberg in Schwandorf sowie der Handelsschule in Sokolov mit der Mittelschule Dachelhofen ist ein sehr gutes Fundament vorhanden. Die im Wechsel stattfindenden Sport- und Spielfeste werden von beiden Seiten mit großer Begeisterung durchgeführt und so die Beziehungen der Schulpartnerschaften gestärkt. Verschiedene weitere Sportveranstaltungen, wie z.B. das zweimal im Jahr stattfindende Schwimmfest, werden ebenfalls unterstützt. Das Ziel dieses Projekts ist, Schüler, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, ihre jeweilige Partnerstadt kennenzulernen, dauerhafte Freundschaften zu schließen und ein gemeinsames grenzübergreifendes Miteinander zu gewährleisten. Durch kontinuierliche gemeinsame Veranstaltungen ist dies gelungen.

Zum Abschluss des Förderjahres kam die Handelsschule Sokolov noch einmal zu Besuch in die Partnerschule nach Dachelhofen. Nachdem sie am Unterricht teilgenommen hatten, wurde nach dem Mittagessen das Gemeinsame Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit besichtigt. Eine Stadtführung rundete den Tag ab. Vor der Abfahrt zurück nach Sokolov erhielten die tschechischen Schüler noch als Gastgeschenk, einen bedruckten Turnbeutel mit Ansichten der Marktplätze beider Städte und der Aufschrift „Gelebte Freundschaft“ in deutscher und tschechischer Sprache.

Die Maßnahme ist ein Projekt der Stadt Schwandorf und wurde mit Fördermittel der Europäischen Union gefördert. Über das europäische Förderprogramm Ziel ETZ Freistaat Bayern-Tschechische Republik 2014-2020 (INTERREG V) werden diese Mittel zum Aufbau und zur Weiterentwicklung der bayerisch-tschechischen Zusammenarbeit im Grenzraum eingesetzt. Die EUREGIO EGRENSIS verwaltet im Auftrag des Freistaates Bayern die Fördermittel der EU.

Gelebte Freundschaft

Der Titel der neuen Broschüre “Gelebte Freundschaft” steht für eine 17-jährige Partnerschaft zwischen Schwandorf und Sokolov. “Die zweisprachige Broschüre soll beim Leser die Neugierde wecken und zu gegenseitigen Besuchen ermuntern”, wünschte sich der Leiter des Tourismusbüros, Johannes Lohrer, bei der Vorstellung am Mittwoch in der Schwandorfer Spitalkirche. Die Idee kam von Ernst Schober, dem Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees. Von der grenzübergreifenden Organisation Euregio Egrensis kam grünes Licht für eine Förderung. Mitarbeiter beider Städte machten sich an die Arbeit und rückten die Sehenswürdigkeiten ins rechte Licht. Auf den Schwandorfer Seiten sind es der Kreuzberg, der Blasturm, das Erlebnisbad, die Felsenkeller und die Naab, im Sokolover Teil das Bergmannshaus, das Schloss und der alte Marktplatz. Stadtpläne runden das Informationsangebot ab. Die Produktion der Broschüre mit einer Auflage von 15 000 Stück kostete 14 500 Euro. Davon steuerte die Euregio Egrensis 12 300 Euro bei, den Rest übernahm die Stadt Schwandorf. “Die Beziehungen sind lebendig und vielfältig”, stellte zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl fest, “aber noch längst nicht ausgeschöpft.” Sokolovs Bürgermeister Jan Picka mahnte beide Seiten, die Freundschaften immer wieder aufs Neue mit Leben zu erfüllen. Er überreichte dem “Motor der Partnerschaft”, Ernst Schober, ein Erinnerungsgeschenk. Der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees nannte in einem Bilderrückblick den Sport, die Schulen und die Vereine als die “tragenden Säulen”. Nach dem Motto “Mit der Jugend in eine gemeinsame Zukunft” legt Schober vor allem Wert auf die Begegnung von Kindern und Jugendlichen. Den Freundschaftslauf zwischen Schwandorf und Sokolov will er nach einem Jahr Pause 2018 wiederbeleben. Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl, der Leiter des Centrums Bavaria Bohemia in Schönsee, Hans Eibauer, und der stellvertretende Geschäftsführer der Euregio-Egrensis-Arbeitsgemeinschaft Bayern, Alexander Dietz, würdigten die “vorbildliche Zusammenarbeit” der beiden Städte. Am Donnerstag wurde die Broschüre in Sokolov präsentiert. Dazu reiste eine Delegation in die Partnerstadt. (© Mittelbayerische Zeitung / xih)

Die Maßnahme ist ein Projekt der Stadt Schwandorf und wurde mit Fördermittel der Europäischen Union gefördert. Über das europäische Förderprogramm Ziel ETZ Freistaat Bayern-Tschechische Republik 2014-2020 (INTERREG V) werden diese Mittel zum Aufbau und zur Weiterentwicklung der bayerisch-tschechischen Zusammenarbeit im Grenzraum eingesetzt. Die EUREGIO EGRENSIS verwaltet im Auftrag des Freistaates Bayern die Fördermittel der EU.

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