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Das Stadtmuseum heute – von der Vergangenheit in die Zukunft schauen!

Bei der Museumsgründung entstand mit Hilfe der Initiatoren des Ortsmuseums der sogenannte Altbestand, eine Sammlung von "Kuriositäten und Altertümern", wie es der Zeit nach der Jahrhundertwende entsprach. Viele Gegenstände stammten damals aus dem Besitz der Museumsgründer. Bei dieser ersten Sammlung handelt es sich beispielsweise um Bücher, Möbel oder Kleidung aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Es wurden aber ebenso Mitbringsel aus fernen Ländern in die Sammlung aufgenommen.

Leider ist vieles durch die bewegte Museumsgeschichte und die zahlreichen Umzüge, die die Einrichtung hinnehmen musste, verlorengegangen. So fiel zum Beispiel in der Zeit des Ersten Weltkriegs und vor allem gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ein Teil der Metallgegenstände Plünderungen zum Opfer, wozu auch der einst große Bereich Militaria zählt.

Seit den Nachkriegsjahren kamen und kommen immer wieder neue Museumsobjekte hinzu. Einen wichtigen Sammlungsschwerpunkt bildet mittlerweile Keramik in Form von Steingut, Steinzeug und später auch Porzellan: Produkte, die bis zur Werksschließung in den 1990er-Jahren in verschiedenen Zweigwerken der hiesigen Tonwarenfabrik Schwandorf hergestellt wurden. Die Industrie- und Eisenbahngeschichte der Stadt stellt generell einen interessanten Aspekt der regionalen Kulturgeschichte dar.

Im heutigen Museum sind demnach als volkskundlicher Sammlungsschwerpunkt Gegenstände zur Geschichte und Kultur der Stadt Schwandorf und ihrer oberpfälzischen Umgebung aufbewahrt, darunter Uhren, Textilien, Keramik und Zeugnisse der Volksfrömmigkeit.