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Schwerpunkt: Innenstadt und Stadtpark der Stadt Schwandorf  

Menschen mit Behinderung stehen unter dem besonderen Schutz des Grundgesetztes und der Bayerischen Verfassung. Der Stadt Schwandorf ist es seit vielen Jahren ein großes Anliegen unsere Heimatstadt barrierefrei zu gestalten, um auch Menschen mit Behinderung, aber auch Seniorinnen und Senioren und Eltern mit Kinderwägen zu mehr Mobilität im Alltag zu verhelfen.
Eine wichtige Grundlage zum Thema Barrierefreiheit ist eine Ortbegehung: Ist der Weg für einen Rollstuhlfahrer zu bewältigen? Wie schwer tut sich ein Mensch, der schlecht oder nicht hört und sieh auf seinem Weg durch die Stadt? Vergangene Woche waren Oberbürgermeister Andreas Feller, Mitglieder des Bauausschusses, sowie Vertreter des Lokalen Bündnisses für Familien im Landkreis Schwandorf, des VdK und der Stadtverwaltung, ausgerüstet mit Rollstühlen und Rollatoren, die vom Sanitätshaus Betzlbacher zur Verfügung gestellt wurden, in Sachen Barrierefreiheit unterwegs und erkundeten die Innenstadt einmal aus ungewohnter Perspektive. Auf dem Weg über oberen und unteren Marktplatz, Friedrich-Ebert-Straße bis Neubäckergasse, über Breite Straße Richtung Adolf-Kolping-Platz und über die Naabuferstraße zum Eingangsbereich des Stadtparkes wurden den Teilnehmer auf unterschiedliche Bereiche, die bereits barrierefrei oder behindertengerecht zugänglich sind, hingewiesen. So wurden die Fortschritte zur barrierefreien Stadt wie die Installation einer automatischen Türöffnung beim Zugang zum Tourismusbüro und der vhs, ebenso wie die behindertengerechten Parkplätze am Marktplatz oder die Generalsanierung der Friedrich-Ebert-Straße mit ihren breiten Gehwegen äußerst positiv bewertet. Aber die Mitwirkenden stießen auch auf Schwachstellen. So ist das Überqueren der Naabuferstraße, aber auch die grobe Pflasterung und der steile Weg in den Stadtpark für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nur schwer zu bewältigen.
Barrierefrei durch Schwandorf, ist ein laufender Prozess und es müssen nicht nur die Bedürfnisse der körperlich eingeschränkten Personen, sondern auch für Seh- und Hörbehinderte berücksichtigt werden. Es wurde seit der letzten Begehung 2014 schon viel getan und wir sind auf einem guten Weg unsere Stadt barrierefrei zu machen, war die einhellige Meinung der Stadträte.
Das Thema Barrierefreiheit wird die Stadt weiter beschäftigen, sei es bei der Entfernung von Stolperfallen, dem barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen, die Schaffung von Behindertenparkplätzen oder das Anbringen von Geländern und entsprechende Hinweisschilder auf behindertengerechte Übergänge bzw. Zugänge.
Der Stadtrat sieht es als seine kommunale und wichtige Pflichtaufgabe bei künftigen Bauvorhaben die Barrierefreiheit verstärkt im Blick zu haben, um Menschen mit Behinderungen eine uneingeschränkte Teilnahme am Leben zu ermöglichen.